Beim Ironman Frankfurt am 27. Juni trotzten drei Athleten von Triathlon Wetterau den extremen Bedingungen und zeigten starke Leistungen. Aufgrund der Hitze wurde das Rennen verkürzt: Statt der klassischen Langdistanz standen 3,8 Kilometer Schwimmen, 125 Kilometer Radfahren und ein Halbmarathon über 21,1 Kilometer auf dem Programm.
Oliver Weber mit starkem Comeback
Ein besonderes Comeback feierte Oliver Weber in der Altersklasse 60. Nach mehreren Jahren Wettkampfpause entschied er sich erst im Herbst vergangenen Jahres, noch einmal in Frankfurt zu starten.
„Das Rennen war von Anfang an hart“, berichtete Weber. Vor allem die 29 Grad Wassertemperatur machten ihm zu schaffen. Bereits beim Schwimmen hatte er mit ersten Krampfansätzen zu kämpfen. Mit einer Zeit von 1:14 Stunden blieb er hinter seinen Erwartungen zurück – ein Schicksal, das viele Athleten an diesem Tag teilten.
Auch auf dem Rad lief nicht alles rund: Krämpfe in den Händen verhinderten eine bessere Leistung. Dennoch kämpfte sich Weber stark zurück ins Rennen und wechselte als Dritter seiner Altersklasse auf die Laufstrecke.
Beim Halbmarathon setzte er vor allem auf eine konstante Pace und regelmäßiges Kühlen. „Laufen war wegen der Hitze langsam, aber ich konnte mein Tempo gut halten“, so Weber. Nach 7:03:30 Stunden erreichte er das Ziel am Frankfurter Römer und belegte einen starken 5. Platz in seiner Altersklasse. Damit hätte er sogar die Hawaii-Qualifikation geschafft.

Arne Appel sammelt wichtige Erfahrungen
Sein Debüt beim Ironman Frankfurt feierte Arne Appel in der Altersklasse 45. Mit einer Gesamtzeit von 7:30:54 Stunden belegte er Rang 122. „Insgesamt bin ich zufrieden“, sagte Appel nach dem Rennen. Durch die verkürzten Strecken fühlt sich der Wettkampf für ihn allerdings noch nicht wie eine „echte“ Langdistanz an.
Deshalb ist für ihn klar: Der nächste Versuch folgt. Ob noch in dieser Saison oder im kommenden Jahr – die volle Distanz bleibt das Ziel.
Ricarda Groh mit beeindruckender Ausdauer
Ricarda Groh stellte einmal mehr ihre enorme Ausdauer unter Beweis. In der Altersklasse 60 erreichte sie nach 11:11:12 Stunden den 7. Platz. Für sie steht die Freude am Sport im Mittelpunkt: „Ich bin absolut zufrieden mit meiner Leistung.“ Die Vorbereitung lief nicht optimal, und auch im Rennen war die Verpflegung nicht immer einfach. Trotzdem zeigte Groh großen Kampfgeist – und machte deutlich, welche Bedeutung der Sport für sie hat: „Triathlon hilft mir, dranzubleiben und aktiv zu sein.“
